Wir haben seit einigen Monaten den Fahrsimulator im Einsatz und sehen in ihm eine große Bereicherung des Angebots.
Er wird bei uns hauptsächlich als Simulatorpaket für 265€ gebucht – darin sind 6 Simulatorstunden zu je 45 Minuten enthalten.
Aber eigentlich sind es mehr als 6*45 Minuten – denn wenn jemand innerhalb der gebuchten 45 Minuten eine Lektion nicht zu Ende geschafft hat, startet die darauffolgende Lektion genau an dieser Stelle. Der Schüler muss also vermutlich 7 Stunden buchen, um durch alle 6 Grundlektionen zu kommen. Für diese zusätzliche Stunde verlangen wir kein Geld.
Manchmal möchte jemand auch eine Lektion wiederholen, weil sie nicht so gut gelaufen ist. Auch das ist absolut kein Problem – der Fahrschüler muss uns nur direkt vor seiner Stunde Bescheid geben, damit wir das einstellen – und verrechnet wird nur das Simulatorpaket, auch wenn einzelne Einheiten mehrmals gefahren werden.
Bei sehr guten Fahrschülern überspringen wir manchmal ein oder zwei Lektionen und sie bekommen dafür statt der 6 normalen Grundlektionen beispielsweise 4 Grundlektionen und 1*Überlandfahrt am Simulator und 1* Autobahnfahrt am Simulator.
Auf diese Weise haben wir eine gute Differenzierung – und können sowohl leistungsschwache Fahrschüler als auch Überflieger individuell fördern.
Wer meint, dass der Simulator die Fahrstunden nicht ersetzen kann, hat dennoch Recht.
Am Simulator lernt man in der ersten Fahrtstunde das Zusammenspiel, von Kupplung, Gas und Bremse – mit dem Schwerpunkt Anfahren.
Die zweite Fahrstunde beschäftigt sich vor allem mit Lenktechniken (Übergreiftechnik, Slalomstrecke, Kurvenstrecke) – aber auch mit dem Anfahren am Berg mithilfe der Feststellbremse.
In den nächsten vier Lektionen werden Abbiegevorgänge und unterschiedliche Vorfahrtssituationen geübt – mit dem Ziel, Handlungsroutinen bei Abbiegevorgängen und unterschiedlichen Kreuzungen zu festigen.
Da diese Lektionen aufeinander aufbauen und in jeder Lektion die Verkehrsbeobachtung wichtiger wird – in den ersten Simulatorstunden gibt es keine weiteren Verkehrsteilnehmer – werden die Fahrschüler somit schrittweise immer mehr an reale Verkehrsbedingungen herangeführt. Somit wird der Fahrschüler perfekt auf ihre erste Fahrstunde zu Realbedingungen vorbereitet. Und das zu einem Preis, den wir bei Fahrstunden aufgrund des Personalaufwands und der Benzinkosten nicht bieten können.